Musik bewegt, weckt Erinnerungen und Gefühle und kann diese zum Ausdruck bringen. Sie kann forttragen, umhüllen und nähren, trösten, beruhigen und Ohnmacht lindern. Schwerkranken Patienten kann sie helfen, Ängste, Trauer und Schmerz zum Ausdruck zu bringen. Auch kann sie Gemeinsamkeit und Verbundenheit, ein Gefühl des Aufgehobenseins schaffen. Sie hat die Eigenschaft, Orientierung und Halt zu geben.
Musik öffnet die Tür zum Innersten des Menschen und ermöglicht es, den Zugang zum Gefühlsbereich zu fördern und somit ‚unsagbare‘ oder verdrängte Inhalte zugänglich zu machen. In der letzten Lebensphase kann sie Brücke sein zwischen Leben und Tod, dem Hin- und Herpendeln zwischen beiden Welten. Mithilfe der Musiktherapie können damit verbundene Ambivalenzen und Spannungszustände aufgedeckt, benannt und zusätzlich mit Klang und Musik Ausdruck finden.
Über die Musik entsteht ein sinnlicher, non-verbaler Dialog zwischen Musiktherapeut*in und Klient*in. Musiktherapie fördert tiefe Entspannungszustände und kann somit helfen, seelische sowie körperliche Spannungen zu lösen und die Selbstheilung anzuregen.





